The Büchlein

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Ein Postbote brachte einen großen Karton voller Bücher. Überall stand mein Name drauf und es waren meine Gedichte und Zeichnungen drin. Tatsächlich. Fast schon abgeklärt habe ich sie in meinen Flur gestellt und allen anderen Möbeln neunmalklug erläutert: „So ist das mit Träumen. Alles, was man tun muss, ist: Träumen. Planen. Loslaufen. Erreichen. Ha! Fertig. Easy. Done. Next.“

 

Alle nickten stumm und hatten Angst mir zu widersprechen.

 

Wortlos wurden die Bücher abgenickt und ich machte mich daran andere Dinge zu realisieren, To-Do-Listen abzuarbeiten und den Haushalt auf Vordermann zu bringen. Ein Teil von mir wunderte sich über die kühle und fast schon abweisende Art des anderen Teils.

Nachts habe ich mich dann in den Flur geschlichen und mit einer Taschenlampe die makellosen Büchlein bestaunt. Mit den Fingern den Titel abgefahren, die Seiten geblättert, am Papier gerochen und sie fest an mein Herz gedrückt. Und mich für die herzlose Begrüßung entschuldigt.

„Die ersten dreißig Jahre“ sind eine Sammlung aller Gedichte meines ersten Aktes. Genau wie Jane Fonda habe ich mein Leben in 3 Akte geteilt und beschlossen alle 30 Jahre ein Gedichtband herauszubringen. Ihr dürft euch also auch auf „Die nächsten dreißig Jahre“ und „Die letzten dreißig Jahre“ freuen.

Dieses Büchlein enthält schwere Lyrik, harte Wortfetzen und ehrliche Verletzlichkeit. Alles dreht sich um Heimat, Liebe, Tod und Sehnsucht. Es ist eine lyrische Suche nach dem Grund. Ein Ringen um Selbstausdruck. Große Themen werden hier in (schwer) verdauliche Buchstaben gepackt.

Wenn ihr Lyrik zu schätzen wisst und schon immer mal polnisch-melancholische Seelenzustände erkunden wolltet, dann ist DAS die Möglichkeit. Einfach rüber zu meinem Shop wandern und ein Büchlein bestellen.

Wenn es der Postbote bringt, freudestrahlend entgegennehmen und mit einem warmen „Da bist du ja!“ auspacken.

The DrahtMessage.

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Alles was man dazu braucht: Aluminumdraht, eine Schmuckzange, etwas Heißkleber und einen wahnsinnigen Spruch.

Wie zum Beispiel: Time is now. Eigentlich eine klare Sache, aber man vergisst es so leicht. Wir zerreiben uns ganz gerne in sehnsüchtigen Zukunftsgedanken und tonnenschweren Vergangenheitstentakeln. Aufgespannt zwischen einem „Wenn ich nur…“ und dem dazugehörigen „Hätte ich nur…“ verlieren wir den Moment. Und der ist alles was wir haben. Also, denkt dran!

Weitere mögliche Drahtsprüche: BE AWESOME INSTEAD oder gerne auch GROW SOME BALLS, LADIES. Die werde ich mir demnächst über mein Bett biegen.

 

DawandaWOHNPARADE.

1.) Meine Lieblingsecke.

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Die Lieblingsecke. Grundsätzlich habe ich viele davon. Eine besonders innige Beziehung habe ich zu meinem Nachttischchen. Hier wird liebevoll umdekoriert und ausprobiert, getrödelt, getapet, angemalt und aufgehängt. Mein Grundsatz „Hart&Zart“ zeigt sich in einer schönen Kombi aus derben Geweihen, unschuldigen Lieblingsfarben, gepaart mit flauschigem Achselhaar und einem drolligen Uhu. Dann noch ein Satz Kindergummistiefel auf einem Bücherberg gestellt und schon darf man gespannt sein, was der Sandmann heute Nacht für Träume bringt.

 

2.) Selbstgemachtes.

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Hier fiel die Wahl auf meine Leseecke und selbstgemacht ist hier so einiges. Den Sessel habe ich vom Sperrmüll. Es hatte einen hässlichen Bezug, aber ich konnte sehen, dass da Potential war. Mit Hilfe von einem Polstermeister habe ich gelernt, wie man den Bezug neu macht (und dass man nicht wissen will, wie es in einem solchen alten Sessel aussieht), die Füßchen abgeschliffen und schön dekadent goldene Kordeln angebracht. Die Erinnerung an das Innenleben verdrängt und den Sessel sehr lieb gewonnen. Fertig.

Die Hängelampe war mal eine einfache Werkstattlampe, bis ich ihr mit vielen Metern Silberkordel, Heißkleber und Liebe ein neues Outfit verpasst habe. Der Drahtkorb musste mitziehen und wurde ebenfalls in Gold getaucht. Jetzt lebt sie das Leben, dass sie schon immer leben wollte.

Der dreibeinige Hocker war ein Trödelfund und auch hier war klar: der braucht nur etwas Liebe. Also: neuer Schaum, neuer Stoffbezug und ein Mäntelchen aus Stoffgarn gehäkelt. Fertig.

Ja. Ja. Ja. Was will man mehr?

 

3.) Wenn man reinkommt.

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Wenn man bei mir zur Tür hereinkommt, wird einiges sofort klar. Erstens: die meint es ernst. Hier stapeln sich Farben, Tapes, Drähte, Trödelschätze und alles, was man sonst so braucht, wenn man gerne und viel selbst machen will.

Zweitens: die hat nicht genug Platz. Aber bevor man Ziele erreichen kann, muss man sie bekanntlich visualisieren. Also schön „Werkstatt“ an die Wand tapen und teetrinkend auf die rosige Zukunft warten.

Drittens: ja, Schuhe kann man auch an die Wand kleben, wenn man will.

 

4.) Stolz.

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Besonders stolz bin ich auf meinen Esszimmertisch. Ich wollte zwei Dinge: einen großen Tisch für 8 Personen, damit all meine Freunde mit mir essen können und ich wollte das Gefühl von Heimat spüren. Von Verwurzeltsein. Also bin ich kurzentschlossen zu einem befreundeten Schreiner ins Allgäu gefahren. Dort eine Tischplatte aus 300 Jahre alten Balken geleimt. Mit riesigen Rissen, die sogar unliebsame Besucher verschlucken können. Dazu ein Gestell mit zwei Einschüben. Für Salz und Pfeffer. Oder Liebe und Wahn. Wie man möchte.

Das Ganze wird von unterschiedlichen Stühlen garniert. Trödelfunde und Sperrmüllschätze reihen sich aneinander. Die Bezüge aus edlem Stoff vereinen den Haufen.

Dann noch ein wenig Chichi aus Porzellan, Nägeln und Kunst und fertig ist die Wohnparade.